12 Juli 2009

Knurru zockt: FUEL (PC-Demo)

FUEL von den Asobo Studios protzt mit der größten freien Spielwelt, die ein Computerspiel bisher je zu bieten hatte. Die harten Fakten: 14.400 km² und 160.000 km Straßennetz. Weitere harte Fakten aber gibt es in meinem kommentierten Video zur kürzlich erschienenen Demoversion des Spiels. Und nicht nur harte Fakten, sondern auch durchaus harte Worte. Während ich da so vor mich hin kommentiere, scheitere ich munter an Checkpointrennen, versuche gelangweilt die Kontaktaufnahme mit Lastwagenfahrern, fahre wie eine besengte Sau, suche vergeblich nach einem vernünftigen Schadensmodell und vergesse bei all dem glatt, dass ich doch eigentlich die Freundlichkeit in Person bin.

Das Video ist, etwas zeitiger als hier, auch bei GamersGlobal erschienen. Falls ihr euch also über das Intro und Outro wundert: das ist die Erklärung dafür.

Achtung: für bessere Qualität in der Videoleiste SD anklicken und auf HQ schalten.


Beim nächsten Video bin ich vielleicht wieder freundlicher. Das hängt ganz vom Spiel ab.

10 Juli 2009

Angetestet: The Whispered World

Der erste Absatz dieses Artikels schliesst mit einem Bild. Rechts auf diesem Bild stehe ich (Indiz dafür, dass ich dringend mal mein Profilfoto aktualisieren muss; spot the difference) und links, das ist Claas Paletta. Und wir beide, wir sehen ziemlich natürlich aus, so gar nicht gestellt. Der Claas, das ist der PR-Manager von Daedalic Entertainment aus Hamburg. Und dort war ich am Freitag letzter Woche, um mir (für mich eine Premiere) bei denen ihr neuestes Projekt vorführen zu lassen. Denn Daedalic programmiert Adventurespiele, und ziemlich gute noch dazu. Ihr letztes Projekt, Edna Bricht Aus, war ein Überraschungserfolg und hat den Ruf, das beste Adventure des Jahres 2008 zu sein.


Dazu bin ich durch meine Mitarbeit auf GamersGlobal gekommen, denn dort bin ich nun seit etwa zwei Monaten als freier Autor unterwegs. Eben dort ist jetzt auch der Artikel zum Spiel The Whispered World erschienen, das am 28. August diesen Jahres für PC erscheinen wird. Und aller Voraussicht nach wird es ziemlich großartig werden. Die Gründe hierfür könnt ihr im Angetestet-Artikel auf GamersGlobal nachlesen, zu dem ihr gelangt, wenn ihr das folgende Bild, auf dem ihr schon mal die wunderschöne, handgezeichnete Grafik des Spiels (die in Bewegung noch viel besser aussieht) sehen könnt, anklickt.


Über Feedback zum Artikel (hier oder drüben) würde ich mich selbstverständlich freuen.

09 Juli 2009

Listen to ... Regina Spektor

Ach, Regina Spektor. Klasse, diese Frau aus Russland. Und darüber wundere ich mich übrigens immer wieder, über diese Sache mit Russland. Weil man das halt nicht hört. Der Vorteil des Aufwachsens mit zwei Sprachen nach einer Flucht vor dem russischen Antisemitismus, der Regina und ihre Eltern mit sechs Jahren schließlich in die Bronx führte. Et voila: gerade ihre englische Aussprache ist einer der Gründe, die ihre Musik so besonders machen. Geprägt hat sie sicher auch die klassische Ausbildung, die sie dann in den USA durchlief. Spektor ist deswegen bei so ziemlich jedem ihrer Songs auch am Klavier vorzufinden. Eintönig ist das erfreulicherweise dennoch nicht: Spektor's Songs sind nicht gerade selten angemessen bis deutlich absurd. Das weiß zu gefallen.

Sie war nun für eine recht lange Zeit gar nicht mehr auf meinem Radar, aber heute entdeckte ich ihr neues Album, dass gerade in Europa erschienen ist. Ich habe zunächst mal vorsichtig auf einen Kauf verzichtet und mich zu Hause über die neuesten Songs schlau gemacht. Und jetzt läuft hier ein Song in Dauerschleife und der Kauf des Albums ist so gut wie sicher.

"Laughing with". Zunächst mal ein Beispiel für die wunderbare Stimme von Spektor. Im Video doch bitte mal besonders darauf achten, wie liebenswert es sich anhört, wenn die Worte "joke" und "or" von ihr hintereinander so ausgesprochen werden, dass es sich nach "Joker" anhört. Und dann ist es auch noch ein Lied mit tollem Text. Darüber, dass niemand über Gott lacht, wenn es gerade mal mies ist im Leben. Darüber aber auch, dass es so einige ziemlich verquere Ansichten über Religion gibt, die eben doch ziemlich witzig sein können. Kein theologisches Statement, sondern einfach nur ein paar wirklich schöne und charmante Sichtweisen auf das Leben. Gemixt mit einer sehr ansteckenden Melodie.

Ich schreibe das hier zwar als Christ, aber herrje: das ist nun wirklich keine Voraussetzung, um diesen Song zu mögen. Der Beweis folgt postwendend als Video.

Genau genommen: folgt postwendend als zwei Videos. Zunächst "Laughing with". Und dann noch der Klassiker "On the Radio". Ich schrieb ja über angemessen absurde Songs, und da darf dieses herrlich naiv wirkende und gute Laune machende Stück nicht fehlen.





Das Album übrigens heisst "Far" und hat in den amerikanischen Charts zumindest mal den dritten Platz erreicht. Das wäre ihr in Deutschland eigentlich auch zu wünschen.

01 Juli 2009

Filmkritik: Terminator Salvation

Memory Lane - Falscher Abzweig

Das ist jetzt vielleicht nicht unbedingt fair. Aber damit muss Terminator: Salvation leben. An die ersten beiden Teile der jetzigen Quadrologie erinnern sich Fans auch nach mehr als einem Jahrzehnt immer noch gerne. Und daher stelle ich mir heute die Frage: Wieviel ist von der Story des vierten Teils nach drei Wochen, die seit Sichtung vergangen sind, hängen geblieben? Begebt euch mit mir auf die memory lane. Und verzeiht meinen Sarkasmus.

Christian Bale jedenfalls kommt in meiner Erinnerung nicht vor. Es wird erlaubt sein, zu fragen, womit er im Nachhinein seinen kinski-artigen Ausraster am Set rechtfertigen möchte, den er damals damit begründete, dass er sich in seiner Konzentration durch einen Set-Mitarbeiter gestört fühlte. Welche Konzentration denn bitte? Bale guckt in Terminator: Salvation oft ziemlich böse und spannt den Rest der Zeit seine Muskeln an. Mehr nicht. Sam Worthington, ohnehin die einzige Rolle mit etwas Potential, macht seinen Job in dieser Hinsicht schon um einige Messlatten besser: aber eben auch nur "gut", mehr nicht.



Ich schreibe hier nichts über die Story. Ich wüsste nicht was. So sehr sich Fans des Franchise darauf gefreut haben mögen, dass sich ein Film endlich mal mit dem Krieg Mensch gegen Maschine in der Zukunft beschäftigt, so sehr vertraute McG offenbar darauf, dass es eben jenen Fans schon ausreichen dürfte, ein bis zwei wenig spannende Referenzen einzubauen. Ich erinnere mich, und das nicht unbedingt mit Freude, unter anderem an eine digitale Version von Arnold Schwarzenegger, der als Ober-Terminator gen Ende sogar mit Lava überschüttet wird und auch das überlebt. Mir ist das nicht deswegen präsent, weil es spannend gewesen wäre, sondern weil es erzwungen wirkte. Und es sah lächerlich aus.

Ansonsten war da auch noch eine Frau. Die ist natürlich ziemlich tough und hat nebst Brüsten sogar noch einigermaßen viel Grips. Die Brüste aber stehen an erster Stelle. Deswegen auch die oscarverdächtige Szene, in der sie nach einem Feuergefecht vor den Augen des männlichen Begleiters wild an ihren Klamotten herum fummelt, und mit den Fingern in die Richtung ihres Ausschnitts tastet, als habe sie sich da irgendwo verletzt. Auf die dementsprechend besorgte Nachfrage, ob sie eine Verletzung davon getragen habe, antwortet sie dann auch tatsächlich mit einer knappen Verneinung. Und wie recht sie hat, denn da ist nichts. Nicht mal ein Kratzer. Wahrscheinlich stand im Drehbuch: "Tease the guys with your breasts. But don't show too much: we're PG-13".

Die Action aber ist gerade im zweiten Viertel des Films sehr stark. Das liegt wesentlich daran, dass man den Actionszenen ansieht, was für eine Materialschlacht sie gewesen sein müssen. Auf CG-Effekte wird freilich nicht verzichtet, aber wann immer es ging, wurde zu handgemachter Zerstörung gegriffen. Die Action wirkt dadurch weniger künstlich als in so vielen anderen Filmen der letzten Zeit. Und deshalb ist die Flucht vor einer Drohne mit anschliessender Flucht vor einem riesigen Harvester mit anschliessender Flucht auf einstürzender Brücke mit anschließendem Auftauchen eines riesigen Schlachtschiffs (all in all: 15 Minuten) sehr schön anzuschauen. Das liegt auch an dem brachialen Sound, der einen förmlich in den Sessel drückt: auf DVD wird ein Teil dieser Faszination verloren gehen.



Dann aber begeht Terminator: Salvation einen Kardinalfehler. Je mehr er sich dem Showdown nähert, desto vorhersehbarer und dümmer wird alles. Die Szenen in der riesigen Festung der Maschinen, die eigentlich das Highlight eines solchen Films sein müssten, sind nur noch langweilig und ohne jeglichen Wow-Effekt aneinandergereiht. Und dann ist auch bald schon Ende. Es wird dick aufgetragen, die Musik sülzt vor sich hin und beim Closing Shot, der uns mit einer großen Front von Gewitterwolken präsentiert, auf die die Flieger der Menschen zusteuern, raunt uns John Connor zu: "Die Zukunft ist, was wir draus machen."

Man möchte entgegnen: "Was ihr wollt. Aber bitte: Nicht noch einen fünften Teil."

29 Juni 2009

Knurru zockt: Trine (Demo)

Ich folge den historischen Fußstapfen dreier Wikinger namens Baleog, Erik und Olaf, nutze öfters die Phrasen "Da drauf", "hier drauf" und "Geht doch" als man es mitzählen kann, begebe mich nur für euch sogar in alleräußerste Lebensgefahr, erfahre dabei aus erster Hand, dass Toten Halsschmuck ziemlich schnuppe ist, treffe ein Skelett (und noch eins, und noch eins) und zelebriere somit die vierte Folge von "Knurru zockt".


Dies alles, dank neuer Blogtapete, in einem sagenhaft großen Player. Wie im Kino. Naja, fast. Dafür aber auch kostenlos. Wie immer begleitet von der Bitte um Feedback.

Tapetenwechsel

Nein, bitte nicht wegklicken. Das sieht hier zwar anders aus, ist aber immer noch mein Blog. Das neue Design teste ich vor allem aufgrund der in letzter Zeit überhand nehmenden Videos aus, die im sehr engen Textrahmen des alten Designs nur in einer Minivariante angezeigt werden konnten. Wenn euch das überhaupt nicht gefallen sollte und euch die Angst vor Augenkrebs schon beinahe davon abhält, die Seite überhaupt auch weiterhin zu besuchen, so lasst es mich doch bitte wissen: das wäre nämlich ein ziemlich deutlicher und durchaus überzeugender Grund dafür, doch wieder einen Rückzug zu machen.

Die Linkleiste, das ist mir in diesem Zusammenhang aufgefallen, muss dringendst mal aktualisiert werden. Und ein aktuelleres Profilfoto wäre auch nicht unbedingt schlecht. Aber: Kommt Zeit kommt Zeit. Alles der Reihe nach.

Lasst mich doch eure Meinung zur neuen Vorlage wissen, bitte. Ich find's ja irgendwie schön.

25 Juni 2009

Knurru zockt: Gun

Ich tanze für euch mit den Wölfen Montanas, versuche mich für kurze Zeit an möglichst cool vorgetragener Cowboy-Aussprache, gebe dann aber schnell auf und entscheide mich stattdessen dafür, mein Pferd zu waghalsigen Stunts anzutreiben, mich als Ranch Hand zu verdingen sowie einige Viehdiebe Bekanntschaft mit meinen beiden Colts machen zu lassen. Das Lasso hole ich zwar nicht raus, Cowboy und Indianer spiele ich aber trotzdem. Und das alles geschieht in der Spielwelt von Gun, 2005 erschienen. Zwei, drei ziemlich flache Witze mache ich freilich auch wieder, denn: Traditionen muss man pflegen.

Wie immer gilt: Schaut euch das Ganze am besten in HQ an. Falls euch das Fitzelfenster im Blog zu klein ist, klickt auf Dailymotion und guckt das Video direkt dort. Die Alternative wäre das Schalten auf den Vollbildmodus, was allerdings die Videoqualität merklich verringert. Wieso der Ausflug durch Gun so winzig daherkommt, von schwarzen Balken an allen vier Seiten umgeben, ist mir übrigens ein Rätsel. Daran rumzudoktern, wird auch in Zukunft spannend bleiben.



Und wie immer gilt: Euer Feedback lese und beachte ich sehr gerne.

15 Juni 2009

Knurru zockt: Overlord II (Demo)

Nach langer Durststrecke zocke ich jetzt mal wieder für euch.

Langfassung: Ich spiele für euch die Demo zum am 26. Juni 2009 erscheinenden Overlord II, lege mich dafür sogar mit Greenpeace an, bilde mir ein, Florian Silbereisen zu treffen und habe mehrere ernste Gespräche über Volksmusik mit ihm, sorge für einen deutlichen Schub der Abwrackprämien auf dem Iglu-Immobilienmarkt und schäme mich nachher fast ein bißchen dafür, so böse gewesen zu sein.

Kurzfassung: Fies, böse, sehr böse, albern böse, bö-hö-hö-höse



Über Feedback bin ich aber nicht etwa böse, sondern glücklich.