Snow Patrol bringen ein neues Album auf den Markt, dass so neu eigentlich gar nicht ist, sondern nur eine Bestandaufnahme des bisherigen Schaffens, inklusive drei brandneuer Songs. Und da ich alle bisherigen Alben besitze, würde ich gerne widerstehen.
Aber scheisse was, wenn mir auch nur noch einen Tag länger die neue Single so permanent in meinen Gehörgängen rumspukt, garantiere ich für keine Zurückhaltung mehr. Dabei ist es echt nicht das beste je von Gary Lightbody gesungene Lied, aber meine Herren: ich sitze trotzdem hier, wippe im Stuhl hin und her (mit dem das eigentlich gar nicht möglich ist) und grinse dumm, während ich zum zehnten Mal in Folge auf Replay klicke.
Leidet bitte mit mir. Solidarität zeigen ist ja eh gerade in. Schönen Sonntag noch.
22 November 2009
17 November 2009
Gromit und die Riesenbienen
Eindrücke zu Wallace & Gromit Episode 1: Fright of the Bumblebees (PC/XBox360)
Ich kann noch so lange versuchen, in meiner Erinnerung danach zu kramen, wann mir Wallace & Gromit das erste Mal untergekommen sind: ich komm einfach nicht drauf. Aber es war definitiv in meinen jüngeren Jahren (ja, noch jünger als jetzt) und ich fand es sehr witzig. Zum Fanboy-Dasein hat es aber nie gereicht. Auch den Kinofilm habe ich nie gesehen. Aber als Telltale Games zum 20. Geburtstag von Wallace & Gromit kürzlich die Dreistigkeit besaßen, Wallace & Gromit: The Grand Adventures (ein Adventure in vier Episoden) für umgerechnet 13 Euro anzubieten, konnte ich als alter Adventuresympathisant und Freund von Telltale-Spielen nicht ablehnen.
Das Angebot der vier Episoden für nur 20 Dollar (statt 34,95) scheint übrigens noch immer zu gelten: Adventure-Fans mit Lust auf einen kleinen Snack sollten zuschlagen.
Die erste Episode Fright of the Bumblebees habe ich nun innerhalb von zwei Abenden beendet und bin recht angetan. Der Knetfigurencharme des Originals wurde gut auf den PC übertragen und die gelungene englische Sprachausgabe trägt ihr Übriges dazu bei. Die Geschichte ist auch recht charmant: Wallace willigt ein, Schulden dadurch zu begleichen, innerhalb eines Tages Unmengen an Honig an einen Schuldner zu liefern, mit Hilfe seiner neuen Honigmaschine (die selbstverständlich völlig absurd und fehlgeleitet ist). Um seine antrainierten Bienen aber zur Höchstleistung anzuspornen, braucht er Nahrung, ergo: Blumen. Da die allerdings (was Wallace zunächst schon ein bißchen überrascht) nicht innerhalb eines Tages zu züchten sind, ersinnt er eine Formel für maximales Wachstum. Die erste Hälfte des Spiels bringt man als Spieler damit zu, die Zutaten hierfür zu sammeln. Die zweite Hälfte des Spiels besteht dann darin, die Folgen des maximalen Wachstums zu beseitigen: Der Honig nämlich ist zwar produziert, aber stattdessen verwüsten nun mutierte Riesenbienen das idyllische englische Dorf. How inconvenient!

Die Rätsel können sich sehen lassen, gerade in der zweiten Hälfte. Dort nämlich ist man die meiste Zeit mit Gromit unterwegs, und mit Eintreffen der Riesenbienen werden auch die Aufgabenstellungen einfalls- und abwechslungsreicher als zuvor. Auch die Rätsel, die man mit Wallace bestreitet, sind meist unterhaltsam, aber eines, in dem man einer Kioskverkäuferin mit Hilfe eines Wortbaukastens dabei helfen muss, ihren Mann möglichst effektiv zu beleidigen, ist recht nervig geraten. Gromit, der Hund, ist allerdings nicht nur rätseltechnisch das heimliche Highlight des Spiels. Ausgezeichnet ist Telltale auch die Mimik gelungen: man sieht dem Viech förmlich an, wie es sich fortwährend für die Ausschweifungen seines Herrchen schämt.
Cue in: ein wirklich amüsantes Finalrätsel. Und fertig ist das nette Adventure für zwischendrin, dass das Attribut "nett" gerne tragen darf, ohne dabei gleich die kleine Schwester von ihr wisst schon zu sein. In Anbetracht der Tatsache, dass ich noch drei weitere Episoden vor mir habe und somit für Fright of the Bumblebees nur ungefähr 3,50 € zahlen musste, kann man wirklich nicht behaupten, dass ich Grund zur Enttäuschung hätte. Solide. Wer es unbedingt in Punkten haben will: 7/10.

Naja gut: Major Crum nervt und ist nicht lustig, sondern albern. Auch wenn ich beim besten Willen nicht weiß, ob es den schon immer gab oder ob er für die Spielumsetzung kurzerhand dazu erfunden wurde. Aber herrje: das ist vielleicht auch einfach nur ein bißchen fehlgeleiteter englischer Humor. Oder ich bin schlicht aus dem Alter raus.
Disclaimer: Der Autor dieses Beitrags hat sich mit dem Schreiben desselbigen dazu entschieden, der Ebbe auf diesem Blog temporär damit entgegenzuwirken, einfach mal wieder was zu schreiben. Also nicht wundern und nicht erschrecken: das soll so!
Ich kann noch so lange versuchen, in meiner Erinnerung danach zu kramen, wann mir Wallace & Gromit das erste Mal untergekommen sind: ich komm einfach nicht drauf. Aber es war definitiv in meinen jüngeren Jahren (ja, noch jünger als jetzt) und ich fand es sehr witzig. Zum Fanboy-Dasein hat es aber nie gereicht. Auch den Kinofilm habe ich nie gesehen. Aber als Telltale Games zum 20. Geburtstag von Wallace & Gromit kürzlich die Dreistigkeit besaßen, Wallace & Gromit: The Grand Adventures (ein Adventure in vier Episoden) für umgerechnet 13 Euro anzubieten, konnte ich als alter Adventuresympathisant und Freund von Telltale-Spielen nicht ablehnen.
Das Angebot der vier Episoden für nur 20 Dollar (statt 34,95) scheint übrigens noch immer zu gelten: Adventure-Fans mit Lust auf einen kleinen Snack sollten zuschlagen.
Die erste Episode Fright of the Bumblebees habe ich nun innerhalb von zwei Abenden beendet und bin recht angetan. Der Knetfigurencharme des Originals wurde gut auf den PC übertragen und die gelungene englische Sprachausgabe trägt ihr Übriges dazu bei. Die Geschichte ist auch recht charmant: Wallace willigt ein, Schulden dadurch zu begleichen, innerhalb eines Tages Unmengen an Honig an einen Schuldner zu liefern, mit Hilfe seiner neuen Honigmaschine (die selbstverständlich völlig absurd und fehlgeleitet ist). Um seine antrainierten Bienen aber zur Höchstleistung anzuspornen, braucht er Nahrung, ergo: Blumen. Da die allerdings (was Wallace zunächst schon ein bißchen überrascht) nicht innerhalb eines Tages zu züchten sind, ersinnt er eine Formel für maximales Wachstum. Die erste Hälfte des Spiels bringt man als Spieler damit zu, die Zutaten hierfür zu sammeln. Die zweite Hälfte des Spiels besteht dann darin, die Folgen des maximalen Wachstums zu beseitigen: Der Honig nämlich ist zwar produziert, aber stattdessen verwüsten nun mutierte Riesenbienen das idyllische englische Dorf. How inconvenient!

Die Rätsel können sich sehen lassen, gerade in der zweiten Hälfte. Dort nämlich ist man die meiste Zeit mit Gromit unterwegs, und mit Eintreffen der Riesenbienen werden auch die Aufgabenstellungen einfalls- und abwechslungsreicher als zuvor. Auch die Rätsel, die man mit Wallace bestreitet, sind meist unterhaltsam, aber eines, in dem man einer Kioskverkäuferin mit Hilfe eines Wortbaukastens dabei helfen muss, ihren Mann möglichst effektiv zu beleidigen, ist recht nervig geraten. Gromit, der Hund, ist allerdings nicht nur rätseltechnisch das heimliche Highlight des Spiels. Ausgezeichnet ist Telltale auch die Mimik gelungen: man sieht dem Viech förmlich an, wie es sich fortwährend für die Ausschweifungen seines Herrchen schämt.
Cue in: ein wirklich amüsantes Finalrätsel. Und fertig ist das nette Adventure für zwischendrin, dass das Attribut "nett" gerne tragen darf, ohne dabei gleich die kleine Schwester von ihr wisst schon zu sein. In Anbetracht der Tatsache, dass ich noch drei weitere Episoden vor mir habe und somit für Fright of the Bumblebees nur ungefähr 3,50 € zahlen musste, kann man wirklich nicht behaupten, dass ich Grund zur Enttäuschung hätte. Solide. Wer es unbedingt in Punkten haben will: 7/10.

Naja gut: Major Crum nervt und ist nicht lustig, sondern albern. Auch wenn ich beim besten Willen nicht weiß, ob es den schon immer gab oder ob er für die Spielumsetzung kurzerhand dazu erfunden wurde. Aber herrje: das ist vielleicht auch einfach nur ein bißchen fehlgeleiteter englischer Humor. Oder ich bin schlicht aus dem Alter raus.
Disclaimer: Der Autor dieses Beitrags hat sich mit dem Schreiben desselbigen dazu entschieden, der Ebbe auf diesem Blog temporär damit entgegenzuwirken, einfach mal wieder was zu schreiben. Also nicht wundern und nicht erschrecken: das soll so!
16 November 2009
Dead Rabbids Go Space
Während ich in meinem stillen Kämmerlein von Zeit zu Zeit gerne darüber brüte, wie ich diesem schüchternen Blog hier wieder zu mehr Leben in der Bude verhelfe (und durchaus meine Ideen habe, aber leider nicht die dafür benötigte Zeit), möchte ich euch, anstatt euch weiter mit solch philosophischen Blogfragen zu nerven, auf zwei neue Testartikel verweisen.
Für GamersGlobal habe ich nämlich zwei neue Wii-Reviews geschrieben.
Einer dieser Testartikel beschäftigt sich mit Dead Space: Extraction, einem Railshooter (Schiessen auf Schienen). Von total stumpfen Schießbuden wie House of the Dead (für dass ich bei einem Arcade-Besuch mit einem guten Kumpel mal viel zu viel Geld ausgegeben habe) ist das Spiel aber erfreulicherweise weit entfernt: fast schon ein Must-Have für die Wii.

Vom USK18-Titel hin zu völligem Irrsinn: Rabbids Go Home ist nämlich dermaßen bescheuert und abgefahren, dass in der Entwicklung ganz klar bewusstseinsverändernde Substanzen im Spiel gewesen sein müssen. Machen wir es kurz: Ein klasse Spiel für zwischendurch mit derart übertriebenem Brachialhumor, das man nicht nicht lachen kann.

Per Klick auf die obigen Bilder gelangt ihr zu den jeweiligen vollständigen Tests. Welches Bild zu welchem Spiel gehört, dürfte anhand der Beschreibungen recht leicht zu erraten sein.
Für GamersGlobal habe ich nämlich zwei neue Wii-Reviews geschrieben.
Einer dieser Testartikel beschäftigt sich mit Dead Space: Extraction, einem Railshooter (Schiessen auf Schienen). Von total stumpfen Schießbuden wie House of the Dead (für dass ich bei einem Arcade-Besuch mit einem guten Kumpel mal viel zu viel Geld ausgegeben habe) ist das Spiel aber erfreulicherweise weit entfernt: fast schon ein Must-Have für die Wii.

Vom USK18-Titel hin zu völligem Irrsinn: Rabbids Go Home ist nämlich dermaßen bescheuert und abgefahren, dass in der Entwicklung ganz klar bewusstseinsverändernde Substanzen im Spiel gewesen sein müssen. Machen wir es kurz: Ein klasse Spiel für zwischendurch mit derart übertriebenem Brachialhumor, das man nicht nicht lachen kann.

Per Klick auf die obigen Bilder gelangt ihr zu den jeweiligen vollständigen Tests. Welches Bild zu welchem Spiel gehört, dürfte anhand der Beschreibungen recht leicht zu erraten sein.
04 November 2009
Torchlight: Review (+Video)
Ich hatte in den letzten Tagen viel Spaß mit Torchlight, einem unverblümten Diablo-Klon. Daran unerwartet ist Folgendes: das Klonen funktioniert mehr als gut. Denn hier waren Experten am Werk: Runic Games, der Entwickler des Spiels, setzt sich überwiegend aus Genre-Veteranen, deren Vergangenheit mehr oder weniger von Diablo bestimmt war, zusammen: teilweise waren sie direkt bei Diablo-Entwickler Blizzard angestellt und sammelten dort ihre Erfahrung, teilweise entwarfen sie bereits eigenständig ein Action-RPG.
Für GamersGlobal habe ich einen zweiseitigen Test mitsamt 16-minütigem, kommentiertem Video geschrieben. Als kleinen Vorgeschmack gibt es hier das Video. Die volle Packung und Begründung der sehr guten Wertung 8/10 könnt ihr dann ausführlich hier nachlesen.
Für nur 15,99 € machen Fans des Genres mit Torchlight jedenfalls sicher nichts falsch.
Für GamersGlobal habe ich einen zweiseitigen Test mitsamt 16-minütigem, kommentiertem Video geschrieben. Als kleinen Vorgeschmack gibt es hier das Video. Die volle Packung und Begründung der sehr guten Wertung 8/10 könnt ihr dann ausführlich hier nachlesen.
Für nur 15,99 € machen Fans des Genres mit Torchlight jedenfalls sicher nichts falsch.
Die Waffen des November
Okay November. Du brauchst gar nicht so zu tun. Ich durchschaue dich.
Das ist nämlich alles Strategie. Ja, sehr wohl. Zum Beispiel dieser Sonnenschein gestern, diese angenehm frische Luft, dieser überaus leckere Tee in der Uni-Cafete. Oder heute zum Beispiel der Gang in die Bibliothek inklusive erfolgreichem Auffinden viererlei Bücher zu einem Thema, bei dem ich bis heute morgen noch wie der Ochs vorm Berge stand.
November, du weisst genau wie ich zu dir stehe. Eigentlich kann deine Ernennung zum offiziellen elften Monat des Jahres nur durch Hochschlafen, Bestechungsgelder und eventuell gar Mord zustande gekommen sein. Du bist düster, klamm und unangenehm. Jon Bon Jovi hätte über dich Folgendes gesungen und damit Recht gehabt: You give autumn a bad name. Ich bin deswegen in den November gegangen, bereit, dir die Schulter zu bieten. In for a fight. Und jetzt säuselst du mich ein, wiegst mich in Sicherheit. Keine schlechte Strategie, wirklich nicht. Du machst nur einen Fehler: du übertreibst.
Denn mit dem 10.11. diesen Jahres trägst du extradick auf. Nicht nur, dass ich die Ehre haben werde, Kettcar live akustisch und mit Unterstützung eines Symphonieorchesters zu erleben, was alleine schon den Monat retten könnte: nein. Zusätzlich dazu richtest du es auch noch ein, dass zeitgleich Dashboard Confessional und Switchfoot ein neues Album und Infinity Ward das lang erwartete und heiß diskutierte Modern Warfare 2 auf den Markt werfen. Das sind vier gute Dinge an einem Tag. Und da soll ich den Braten nicht riechen?
Damit wir uns verstehen, November: Ich traue dir nicht. Aber ich mag die Maske, die du gerade trägst. Sehr sogar. Und in mir ist Hoffnung, dass sie dir festwächst an deiner Fratze.
Ist nicht böse gemeint. Du bist halt so. Es gibt immer ein schwarzes Schaf.
Das ist nämlich alles Strategie. Ja, sehr wohl. Zum Beispiel dieser Sonnenschein gestern, diese angenehm frische Luft, dieser überaus leckere Tee in der Uni-Cafete. Oder heute zum Beispiel der Gang in die Bibliothek inklusive erfolgreichem Auffinden viererlei Bücher zu einem Thema, bei dem ich bis heute morgen noch wie der Ochs vorm Berge stand.
November, du weisst genau wie ich zu dir stehe. Eigentlich kann deine Ernennung zum offiziellen elften Monat des Jahres nur durch Hochschlafen, Bestechungsgelder und eventuell gar Mord zustande gekommen sein. Du bist düster, klamm und unangenehm. Jon Bon Jovi hätte über dich Folgendes gesungen und damit Recht gehabt: You give autumn a bad name. Ich bin deswegen in den November gegangen, bereit, dir die Schulter zu bieten. In for a fight. Und jetzt säuselst du mich ein, wiegst mich in Sicherheit. Keine schlechte Strategie, wirklich nicht. Du machst nur einen Fehler: du übertreibst.
Denn mit dem 10.11. diesen Jahres trägst du extradick auf. Nicht nur, dass ich die Ehre haben werde, Kettcar live akustisch und mit Unterstützung eines Symphonieorchesters zu erleben, was alleine schon den Monat retten könnte: nein. Zusätzlich dazu richtest du es auch noch ein, dass zeitgleich Dashboard Confessional und Switchfoot ein neues Album und Infinity Ward das lang erwartete und heiß diskutierte Modern Warfare 2 auf den Markt werfen. Das sind vier gute Dinge an einem Tag. Und da soll ich den Braten nicht riechen?
Damit wir uns verstehen, November: Ich traue dir nicht. Aber ich mag die Maske, die du gerade trägst. Sehr sogar. Und in mir ist Hoffnung, dass sie dir festwächst an deiner Fratze.
Ist nicht böse gemeint. Du bist halt so. Es gibt immer ein schwarzes Schaf.
07 Oktober 2009
Knurru zockt: Risen (Demo)
Ich begehe für euch Schiffbruch und lasse euch an meinem daran folgenden Sightseeing teilhaben. Dabei entdecke ich schon innerhalb einer nur sehr kurzen Demoversion meine Liebe für die Gothic-Serie wieder, die mit Risen unter neuem Namen ein Comeback feiert. Ich gebe Viechern volles Pfund aufs Maul, erkunde auch die unwirtlichsten Ecken, koche Brathering, habe ein eher unschönes Treffen mit diebischen Gnomen, laufe aus Geldgier sogar einmal durch Wände hindurch und breche eine Lanze für die Entwickler bei Piranha Bytes, die mit Risen das Gothic 3-Debakel fast schon vergessen machen.
You know the drill. Über Kommentare zum Video freue ich mich, wie immer, sehr.
You know the drill. Über Kommentare zum Video freue ich mich, wie immer, sehr.
01 September 2009
Confused in Translation
Ich weiß nicht, ob sie es wussten, aber: ich friste mein Dasein derzeit auf einem Lateinintensivkurs, den ich im Lauf dieses Monats hoffentlich mit dem erfolgreichen Bestehen der Latinumsprüfungen abschließen werde. Ich weiß auch nicht, ob sie wussten, dass das nun nicht unbedingt als "Ponyhof" durchgeht. Und ebenso wenig weiß ich, ob sie wussten, dass es in der lateinischen Sprache ziemlich viele Worte gibt. Auch gerne mal ganz kleine, fiese, verwechselbare. Gerne dann auch mit ca. 20 verschiedenen Bedeutungen.
"Was jammert der?" mögen sich unbedarfte Leser jetzt fragen. "Wozu gibt es denn bitte praktische Hilfsmittel wie Wörterbücher? Soll er sich doch so eins kaufen und alles ist geritzt." Meine Antwort darauf lautet kurz und knapp: "Das ist ja gerade mein Problem."
Es gibt da nämlich dieses Wörterbuch namens Stowasser, es soll Lateinstudenten geben, die haben ihm bereits einen Schrein im Wohnzimmer gebaut. Die müssen alle, mit Verlaub, ganz schön dicke Nervenstränge haben. Denn: mich treibt das Ding in den Wahnsinn.
Da wäre zum Beispiel die Aneinanderreihung der Worte tam und quam. Das hat in einem Satz meistens etwas zu bedeuten, und zwar in den meisten Fällen so ... wie. Das erste Glied dieser Kette lautet in solchen Fällen immer tam, doch schlägt man dies im Stowasser nach, wird man nur die Bedeutung sowohl ... als auch finden. Mag sein, dass das in einigen wenigen Fällen eine Lösung ist, mit der man arbeiten kann, aber: meistens eben nicht. Weil tam ... quam nun einmal mindestens genau so oft so ... wie heisst. Steht da aber nicht.
Schaut man sich hingegen im selben Buch dein Eintrag zu quam an, so wird man dort im reichlich Kleingedruckten ebenfalls die Worteinanderreihung tam ... quam vorfinden: da allerdings steht, entgegen dem, was man vielleicht vermuten würde, nicht erneut sowohl ... als auch. Verwirrung wird stattdessen dadurch gestiftet, dass für tam ... quam dort auf einmal so ... wie angegeben ist. sowohl ... als auch: weit und breit nicht zu sehen.
What ... the ... heck? Was willst du mit mir spielen, lieber Stowasser? Schnitzeljagd? Vielleicht ist dir das ja bisher unbekannt, aber: dafür werde ich in der Latinumsprüfung keine Zeit haben. Da möchte ich auf Anhieb unter einem Wort alle seine Übersetzungsmöglichkeiten finden und nicht erst in einer Verfolgungsjagd alle in einer Konstruktion vorhandenen Worte nachschlagen, um so sicherzugehen, dass ihr nicht eventuell doch wieder unzurechnungsfähig wart und verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten für ein- und dieselbe Wortabfolge nicht etwa in einem praktischen Eintrag vereint habt, sondern stattdessen über das gesamte Buch gestreut.
Beim PONS hingegen sieht das nämlich so aus: tam ... quam - so ... wie [in einigen Fällen auch] sowohl ... als auch. Und den werde ich mir jetzt vielleicht auch noch bestellen. Obwohl mich der Stowasser schon 24,90 gekostet hat und der PONS unter exakt dem selben Preis rangiert. Ergo: das ist jetzt nicht unbedingt billig.
Der Stowasser kommt mir allerdings eher vor wie besseres Brennholz als wie eine Hilfe. Und so breiig Latein mein Hirn auch derzeit macht: nein, ich baue definitiv keinen Schrein.
"Was jammert der?" mögen sich unbedarfte Leser jetzt fragen. "Wozu gibt es denn bitte praktische Hilfsmittel wie Wörterbücher? Soll er sich doch so eins kaufen und alles ist geritzt." Meine Antwort darauf lautet kurz und knapp: "Das ist ja gerade mein Problem."
Es gibt da nämlich dieses Wörterbuch namens Stowasser, es soll Lateinstudenten geben, die haben ihm bereits einen Schrein im Wohnzimmer gebaut. Die müssen alle, mit Verlaub, ganz schön dicke Nervenstränge haben. Denn: mich treibt das Ding in den Wahnsinn.
Da wäre zum Beispiel die Aneinanderreihung der Worte tam und quam. Das hat in einem Satz meistens etwas zu bedeuten, und zwar in den meisten Fällen so ... wie. Das erste Glied dieser Kette lautet in solchen Fällen immer tam, doch schlägt man dies im Stowasser nach, wird man nur die Bedeutung sowohl ... als auch finden. Mag sein, dass das in einigen wenigen Fällen eine Lösung ist, mit der man arbeiten kann, aber: meistens eben nicht. Weil tam ... quam nun einmal mindestens genau so oft so ... wie heisst. Steht da aber nicht.
Schaut man sich hingegen im selben Buch dein Eintrag zu quam an, so wird man dort im reichlich Kleingedruckten ebenfalls die Worteinanderreihung tam ... quam vorfinden: da allerdings steht, entgegen dem, was man vielleicht vermuten würde, nicht erneut sowohl ... als auch. Verwirrung wird stattdessen dadurch gestiftet, dass für tam ... quam dort auf einmal so ... wie angegeben ist. sowohl ... als auch: weit und breit nicht zu sehen.
What ... the ... heck? Was willst du mit mir spielen, lieber Stowasser? Schnitzeljagd? Vielleicht ist dir das ja bisher unbekannt, aber: dafür werde ich in der Latinumsprüfung keine Zeit haben. Da möchte ich auf Anhieb unter einem Wort alle seine Übersetzungsmöglichkeiten finden und nicht erst in einer Verfolgungsjagd alle in einer Konstruktion vorhandenen Worte nachschlagen, um so sicherzugehen, dass ihr nicht eventuell doch wieder unzurechnungsfähig wart und verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten für ein- und dieselbe Wortabfolge nicht etwa in einem praktischen Eintrag vereint habt, sondern stattdessen über das gesamte Buch gestreut.
Beim PONS hingegen sieht das nämlich so aus: tam ... quam - so ... wie [in einigen Fällen auch] sowohl ... als auch. Und den werde ich mir jetzt vielleicht auch noch bestellen. Obwohl mich der Stowasser schon 24,90 gekostet hat und der PONS unter exakt dem selben Preis rangiert. Ergo: das ist jetzt nicht unbedingt billig.
Der Stowasser kommt mir allerdings eher vor wie besseres Brennholz als wie eine Hilfe. Und so breiig Latein mein Hirn auch derzeit macht: nein, ich baue definitiv keinen Schrein.
31 August 2009
Wahlversprechen
Meine Agenda: überhaupt mal wieder etwas zu bloggen ...
... so, das muss genügen.
Den geneigten Lesern dieser Agenda obliegt es nun zu entscheiden, ob:
a) auch ein Knurrunkulus es sämtlichen Parteien gleichtut und seine Wahlversprechen allerhöchstens bis zur erfolgten Wahl hält; mit der klaren Betonung auf "allerhöchstens"
b) sie ihm vertrauen und glauben, wenn er hier schreibt, dass er tatsächlich gerne wieder etwas schreiben würde über Filme, Games, Musik, an sich übers Leben und übers Leben an sich
c) ihnen dass eh schietegal ist und sie nur aus Versehen hierher gebrowst sind
aber unter uns: bevor ihr aus Zweifel schon Horst Schlämmer wählt; wieso dann nicht eigentlich gleich mich?
... so, das muss genügen.
Den geneigten Lesern dieser Agenda obliegt es nun zu entscheiden, ob:
a) auch ein Knurrunkulus es sämtlichen Parteien gleichtut und seine Wahlversprechen allerhöchstens bis zur erfolgten Wahl hält; mit der klaren Betonung auf "allerhöchstens"
b) sie ihm vertrauen und glauben, wenn er hier schreibt, dass er tatsächlich gerne wieder etwas schreiben würde über Filme, Games, Musik, an sich übers Leben und übers Leben an sich
c) ihnen dass eh schietegal ist und sie nur aus Versehen hierher gebrowst sind
aber unter uns: bevor ihr aus Zweifel schon Horst Schlämmer wählt; wieso dann nicht eigentlich gleich mich?
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